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Wie sich Jugendliche eine Ausbildung suchen

Was ist die Azubijourney?

Neben der Auswahl der Kanäle und Medien ist es wichtig, die richtigen Botschaften zu senden. Schauen wir uns demnach die Zielgruppe noch einmal genauer an.

Die Ausbildung ist ein wichtiger Meilenstein im Leben eines Jugendlichen. Die Schulzeit endet, das Arbeitsleben beginnt. Die Schüler:innen müssen drei Entscheidungen treffen:

  • Grundsätzliche Entscheidung: Ausbildung oder Studium?
  • Wenn sie sich für eine Ausbildung entscheiden, welche konkrete Ausbildung in welchem Bereich?
  • Wenn sie sich für #wasmitautos entschieden haben, kommt die Wahl des Betriebes.
  • INFOBOX

Schauen Sie sich auch unsere Infokarte an „Gründe für das Kommen, Bleiben und Gehen von Azubis“.

Wie werden diese Entscheidungen getroffen?

Diese drei Entscheidungen werden in der Regel nicht losgelöst voneinander getroffen. Zudem wirken Vertrauenspersonen in die Entscheidung mit ein.

Eltern, Lehrkräfte, ältere Geschwister und Freunde werden zu Meinungsgebern, Gesprächspartnern und Tippgeber.

So mannigfaltig die Entscheidungskriterien und Einflussfaktoren sind, desto vielfältig ist auch die Kommunikation und Informationsbeschaffung. Wir stellen Ihnen einen exemplarischen Entscheidungsweg von Schüler:innen vor.

Davon abgeleitet zeigen wir, wie Sie Einfluss auf die Entscheidung nehmen können, für welchen Ausbildungsplatz in welchem Unternehmen sich der potenzielle Auszubildene bewirbt.

Entscheidungen treffen

1. Orientierungsphase

Fragen des Jugendlichen:

  • Studium oder Ausbildung?
  • Was passt zu mir?
  • Wo habe ich Chancen?
  • Was kann ich gut?
  • Was macht mir Spaß?

Einflussfaktoren:

  • Eltern
  • Lehrer:innen und Berufsberatung
  • Freunde, Geschwister, Vorbilder

Informationsquellen:

  • Schulische Berufsorientierung
  • BIZ (Berufsinformationszentrum)
  • Praktika
  • Schnupper-Events wie Girls’ Day / Boys’ Day
  • Social Media
  • (KI-)Suchmaschinen und Foren

Einflussmöglichkeit Betrieb:

  • Teilnahme an Schnupperevents
  • Angebot von Praktika
  • Kooperation mit Schulen
  • Präsenz auf Online-Plattformen

2. Entscheidungsphase

Fragen des Jugendlichen:

  • Kfz-Mechatroniker oder doch Automobilkaufmann?
  • Was verdient man da?
  • Was macht man da eigentlich?
  • Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
  • Werde ich da übernommen?

Einflussfaktoren:

  • Persönliche Interessen (Autos, Technik, Kontakt mit Kunden)
  • Praktikumserfahrungen
  • Ausbildungsportale (z. B. wasmitautos.com, Betriebefinder)
  • Social Media (z. B. Berufsvorstellungen auf TikTok, YouTube, „Ein Tag als Azubi bei...“)
  • Influencer / Reputation des Jobs

Informationsquellen:

  • YouTube-Videos, Instagram-Reels, TikTok (authentische Einblicke)
  • Gespräche mit Eltern und Freunden
  • Gespräche mit anderen Azubis
  • Berufsberatung
  • Berufsmessen

Einflussmöglichkeit Betrieb:

  • Ausbildungsmessen
  • Events wie Nacht der Ausbildung, Girls/Boys Day etc.
  • Schnuppertage wie „Azubi-Samstag“
  • Werkstattführungen
  • Authentische Social-Media-Posts: „So läuft ein typischer Tag bei uns ab“
  • Präsenz auf Online-Plattformen

3. Auswahlphase

Fragen des Jugendlichen:

  • Wo fühle ich mich wohl?
  • Wie sind die Leute dort?
  • Ist der Weg zur Arbeit machbar?

Einflussfaktoren:

  • Nähe und Erreichbarkeit
  • Atmosphäre und Teamgefühl
  • Empfehlungen von Eltern, Bekannten, Lehrkräften

Informationsquellen:

  • Plakate und Flyer im Ort
  • Empfehlung von Eltern/Freunden
  • Betrieb- oder Werkstatt-Website
  • Social Media Präsenz des Betriebs
  • Persönliche Erlebnisse (Schnuppertag, Praktikum)

Einflussmöglichkeit Betrieb:

  • Plakate mit QR-Code
  • „Bring deinen Kumpel mit“-Aktion
  • Posts mit Teambildern
  • Empfehlungen aktiv fördern („Kennen Sie jemanden...?“)
  • WhatsApp-Kontakt ermöglichen

4. Bewerbungsphase

Fragen des Jugendlichen:

  • Wie bewerbe ich mich?
  • Wie schreibe ich ein Anschreiben / einen Lebenslauf?
  • Wen kann ich ansprechen?
  • Was muss ich mitbringen?
  • Wie läuft das Bewerbungsgespräch ab?

Einflussmöglichkeit Betrieb:

  • Klare Informationen auf der Website zum Bewerbungsprozess
  • Azubi-FAQs im Karrierebereich der Website
  • „Bewirb dich in 60 Sekunden“-Ansatz
  • Niedrigschwellige Bewerbungsmöglichkeiten auf der Website
  • Kontakt per WhatsApp oder einfachem Formular
  • Persönliches Gespräch statt klassischer Bewerbung
  • TIPP: WhatsApp

Messenger Dienste wie WhatsApp gehören zum Alltag von Jugendlichen und können auch in der Nachwuchswerbung eingesetzt werden.
WhatsApp gehört zum Alltag der Jugendlichen dazu

Hier ein paar Tipps dazu:

  • Niedrigschwellige Kontaktaufnahme ermöglichen:
    Nutzen Sie WhatsApp als Einstiegskanal z. B. „Du hast Fragen zur Ausbildung? Schreib uns einfach auf WhatsApp!“
  • Anmeldungen zu Praktika anbieten, z. B. „Du willst wissen, ob ein Praktikum bei uns möglich ist? Einfach kurz über WhatsApp schreiben. Keine Bewerbungs-mappe nötig.“
  • Aktive Betreuung und Nachfragen über den Messengerdienst, von Schnupperaktionen, Events bis zu festen Kontaktpersonen im Betrieb.
  • Azubi-Gruppe einrichten (Peer-Chat), damit die Azubis sich austauschen können.
WhatsApp senkt die Barrieren für den Erstkontakt erheblich – gerade bei Jugendlichen, denen persönlicher Kontakt zu Fremden schwerfällt und die mit einer Bewerbung überfordert sind. Sie als Betrieb können damit direkt, persönlich und sympathisch auftreten – ganz ohne Hochglanz, aber mit echter Nähe.