Social Media
Authentische Kommunikation
Jugendliche nutzen Social Media heute nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Selbstinszenierung, Information, Inspiration – und zur Orientierung bei Entscheidungen, wie etwa der Berufswahl bzw. des Ausbildungsbetriebes.
Für Sie als Betrieb ist es wichtig, einen Social-Media-Kanal kontinuierlich zu pflegen und mit Inhalten zu füllen. Überlegen Sie sich daher genau, welchen Kanal Sie bedienen wollen und wer für die Pflege verantwortlich ist.
Nicht jeder Kanal ist gleich stark für die Azubiansprache geeignet. Zudem funktioniert jeder Social-Media-Kanal anders und muss daher auch unterschiedlich bedient werden.
Social Media - die wichtigsten Kanäle
Instagram - Das visuelle Netzwerk der Jugend
Wie nutzen Jugendliche Instagram?
- Wird häufig für Bilder und Stories genutzt.
- Jugendliche schauen sich hier an, wie ein Betrieb aussieht, z. B. Werkstatt, Team, Azubi-Alltag.
Warum wichtig für Betriebe?
- Betrieb und Team sympathisch präsentieren: Azubi-Vorstellungen, Werkstattalltag, Einblicke in die Ausbildung
- Junge Zielgruppe direkt ansprechen – authentisch, locker, echt
- Azubis einbinden: Sie können den Account mitgestalten, z. B. „Takeover“
- Kontaktaufnahme erleichtern: Jugendliche schreiben lieber eine DM (Direct Message) als eine formelle E-Mail
- Hashtags und Standort-Tags nutzen, um lokal sichtbar zu werden
Instagram ist ideal, um zu zeigen, wie cool und nahbar ein Ausbildungsbetrieb ist – und so echte Bewerbungen zu gewinnen.
TikTok – Kurzvideos, Trends & Azubi-Unterhaltung

Wie nutzen Jugendliche TikTok?
- TikTok ist der beliebteste Kanal bei unter 20-Jährigen.
- Jugendliche konsumieren dort kurze, unterhaltsame Videos – oft mit Humor, Musik oder Challenges.
Warum wichtig für Betriebe?
- Aufmerksamkeit durch unterhaltsame Azubi-Videos: Schrauben, Werkstatt-Humor, Alltag zeigen
- Junge Zielgruppe direkt erreichen – dort, wo sie täglich aktiv ist
- Azubis als Creator einbinden: authentische Einblicke und echte Stimmen
- Reichweite ohne Werbebudget möglich, wenn Inhalte gut gemacht sind
- Trends nutzen (Sounds, Hashtags, Challenges), um sichtbar zu werden
TikTok ist ideal, um Jugendliche für Kfz-Berufe zu begeistern – mit Humor, Kreativität und echten Einblicken.
Snapchat – der schnelle Draht im Freundeskreis

Wie nutzen Jugendliche Snapchat?
- Wird fast ausschließlich für private Kommunikation genutzt.
- Nutzer verschicken Snaps, posten Stories oder chatten direkt.
- Filter, Sticker und Effekte machen die Inhalte kreativ und spielerisch.
- Die App lebt vom schnellen, spontanen Austausch.
Warum wichtig für Betriebe?
- Direkte Kommunikation auf Augenhöhe: Jugendliche können Fragen stellen oder Einblicke bekommen
- Tagesaktuelle Einblicke posten: Werkstatt-Stories, Azubi-Alltag, Aktionen
- Azubis oder Praktikanten übernehmen den Account (z. B. am „Azubi-Samstag“)
- Persönlicher als Instagram, informeller als WhatsApp
- Snapchat-Ads möglich – lokal und auf Zielgruppen abgestimmt
Snapchat eignet sich vor allem, um Nähe und Nahbarkeit aufzubauen – weniger zur Information, mehr zur Bindung.
Facebook – das Netzwerk für Ältere
Wie nutzen Jugendliche Facebook?
- Nur noch sehr wenige Jugendliche sind aktiv auf Facebook.
- Eher ein Kanal für Eltern oder Vereine, selten privat genutzt.
Warum trotzdem wichtig für Betriebe?
- Eltern erreichen, die oft bei der Berufswahl mitentscheiden
- Regionale Sichtbarkeit stärken (z. B. durch Beiträge in lokalen Gruppen wie „Du bist aus [Stadtname], wenn...“)
- Veranstaltungen bewerben, z. B. Azubi-Tage, Schnuppertage
- Unternehmensseite als digitale Visitenkarte nutzen
- Azubi-Stellen posten und teilen lassen (z. B. durch Kunden oder Mitarbeitende)
Für Azubi-Gewinnung ist Facebook ein Kanal für die „Multiplikatoren“ – also Eltern, Lehrkräfte oder Bekannte, die Jugendlichen Tipps geben.
WhatsApp - Der verbreitetste Messenger
Wie nutzen Jugendliche WhatsApp?
- Sehr aktiv und täglich! Es ist der meistgenutzte Kommunikationskanal unter Jugendlichen in Deutschland.
- Eher ein privater Kanal zur direkten Kommunikation mit Freunden, Familie und engen Bekannten. Öffentliche Profile oder große, offene Gruppen für Unternehmen sind unüblich.
Warum trotzdem wichtig für Betriebe?
- Niederschwellige, direkte Kommunikation mit Interessenten (z. B. für schnelle Fragen zu Bewerbungen, Schnuppertagen)
- "Bewerbung per WhatsApp" anbieten, um den Prozess zu vereinfachen und die Absprungrate zu verringern
- Bestätigungen, Erinnerungen und Status-Updates (z. B. für Bewerbungsgespräche, Jobmessen) direkt versenden
- WhatsApp-Status (Story-Funktion) nutzen, um Einblicke in den Arbeitsalltag oder Event-Ankündigungen kurzfristig zu teilen
- Persönliche Bindung aufbauen und als modernes, erreichbares Unternehmen wahrgenommen werden
Für die Azubi-Gewinnung ist WhatsApp ein direkter Kanal zur Zielgruppe für Service und Support rund um das Thema Bewerbung und Ausbildung.
Checklisten, How Tos und Videos
Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu den Social Media Plattformen und wie Sie als Betrieb dort am Besten auftreten, authentisch kommunzieren und mit den Auszubildenden in Kontakt kommen: