Internes
Employer Branding
Interne Verankerung
der Arbeitgeberpositionierung
Sie haben Ihre Arbeitgeberpositionierung gemeinsam mit einigen Kolleg:innen aus dem Betrieb erarbeitet. Aber noch sind nicht alle Mitarbeiter:innen eingeweiht. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter:innen wissen, wie Ihre Arbeitgeberidentität aussieht, welche Werte und Nutzenversprechen eine Rolle spielen. Daher gilt es im nächsten Schritt, die Arbeitgeberpositionierung innerhalb des Betriebes zu verankern.
Wichtiger Aspekt dabei:
Suchen Sie vor der Kommunikation nach draußen zunächst das Gespräch mit dem gesamten Kollegium. Es ist wertschätzend gegenüber den eigenen Mitarbeiter:innen, diese als Erste über die neue Arbeitgebermarke zu informieren.
Also in jedem Fall noch deutlich, bevor Sie etwa Änderungen auf der Karriereseite oder den Stellenanzeigen vornehmen. Ihre Mitarbeiter:innen, werden sich freuen, wenn sie die neuesten Nachrichten von Ihnen persönlich erfahren, statt erst über die Außenkommunikation.
Diese Vorgehensweise schafft Vertrauen in Ihrem Betrieb und fördert eine positive Unternehmenskultur. Das ist wichtig zur langfristigen Stärkung der Mitarbeiterbindung.
Anleitung:
Interne Einführung
Je nach Betriebsgröße bietet es sich an, Führungskräfte, Mitarbeiter:innen und Auszubildende unterschiedlich abzuholen. Diese Gruppen sind Botschafter:innen für Ihren Betrieb.
Schritt 1:
Führungskräfte
Führungskräfte, etwa Werkstattleiter:in, Kfz-Meister:in, Vertriebsleiter:in, haben eins gemeinsam: sie sind Repräsentant:innen Ihres Betriebes. Sie sprechen mit Interessent:innen, mit Bewerber:innen sowie mit Kunden:innen. Sie tragen die Unternehmenswerte nach außen. Und zeigen damit, wie in Ihrem Betrieb gearbeitet wird und was wichtig ist. Damit haben sie aktiven Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitserlebens.
Führungskräftetrainings sind ein geeignetes Mittel, um Führungskräften die Arbeitgeberpositionierung zu vermitteln. Sie lernen darin, was das für sie und ihr tägliches Auftreten bedeutet.
Sie können das mit externer Unterstützung oder selbstständig durchführen.
Zeigen Sie den Führungskräften, was Sie erarbeitet haben. Lassen Sie Fragen zu. Etwa, wo die Führungskräfte Veränderungsbedarf sehen würden.
Besprechen Sie, was die Werte für das tägliche Arbeiten bedeuten.
Und bieten Sie regelmäßige Feedbackrunden an. Veränderungen brauchen ihre Zeit. Und das löst wahrscheinlich Reaktionen bei Ihrer Mannschaft aus. Darüber sollte sich der Führungskräftekreis austauschen können. Erfahrungsaustausch und voneinander lernen sind in dieser Phase wichtig.
Schritt 2:
Kollegium
Sie informieren jetzt die gesamte Belegschaft. Doch es geht um mehr als eine reine Information. Ihre Mitarbeiter:innen und Auszubildenen sollen die Arbeitgeberpositionierung spüren und erleben.
Nutzen Sie ein Sommerfest, die Weihnachtsfeier oder laden Sie außer der Reihe zu einem Event für Mitarbeitende ein. Nutzen Sie solche Gelegenheiten, um ihre Werte und Kernaussagen zu inszenieren.
Auf diese Weise machen Sie die neue Arbeitgeberpositionierung spielerisch erlebbar.
Überprüfung und Überarbeitung des Personalmanagements
Zuerst intern
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Interviewfragebogen Kandidat:innengespräche
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Einstellungsbogen
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Integration ins Pre- und Onboarding
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Standardkommunikation (E-Mails, Briefe)
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Mitarbeiterbogen für Feedbackgespräche / Jahresgespräche
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Mitarbeiterjubiläen und besondere Ereignisse (bestandene Ausbildungsprüfung, Weiterbildungsabschluss, Hochzeit etc.)
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Führungsleitlinien
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Konfliktmanagement
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Ideenmanagement
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Interner Stellenmarkt
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Personalentwicklung (Weiterbildung und Karrierepfade)
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Kommunikation im Betrieb (Mitarbeiter:innenbereiche wie Pausenraum oder Betriebsküche)
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Feedbackgespräche
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Offboarding
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Re-Hiring (Wiedereinstellungen nach Austritt)
Danach extern
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Karrierebereich oder Karriereseite
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Stellenanzeigen
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Social-Media-Arbeit
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Eventausstattung (Flyer, Roll-Ups etc.)
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Schulkommunikation / Universitäts-Marketing
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Recruitingkommunikation
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Kommunikation in der Werkstatt und Verkauf
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Kununu
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Google
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INFOBOX
Interne Kommunikation hat Vorrang!
Die internen Kontaktpunkte werden als Erstes angepasst und gelebt. Das ist gewissermaßen der erste Realitätscheck für die Arbeitgeberpositionierung. Geben Sie sich ruhig Zeit für die interne Kommunikation. Probieren Sie Dinge aus. Sprechen Sie über Themen, Aktivitäten und holen Sie sich Feedback von den Mitarbeiter:innen ein. Das geht auch unkompliziert an der Kaffeemaschine oder in der Küche.
Stimulieren Sie den spontanen und informellen Austausch. Das ist die wichtigste Kommunikationsform in jedem Unternehmen. Dazu können Sie Ihre Räumlichkeiten nutzen. Nutzen Sie Wände, Türen, Parkplätze, Umkleiden, einen internen Briefkasten etc., um ihre Arbeitgebermarke mit sympathischen Botschaften zu begleiten.