Karriereseite im Basisformat
Die wichtigsten Funktionen einer Karriereseite
Die Karriereseite ist der zentrale Anlaufpunkt für alle Interessenten, sich mit Ihrem Betrieb, den Jobmöglichkeiten und der offenen Stelle auseinanderzusetzen. Somit repräsentiert der Karrierebereich die Arbeitgebermarke und sollte Sie als attraktiven Arbeitgeber darstellen.
Die wichtigsten Inhalte & Funktionen einer Karriereseite
Wo werben Sie für Ihren Karrierebereich?
Sie werben zu unterschiedlichen Anlässen und an verschiedenen Orten für Ihre Ausbildungsstellen.
Und verlinken auf Ihrer Unternehmenswebsite auf den Karrierebereich.
Welche Inhalte sollte Karrierebereich abdecken?
Der Karrierebereich Ihrer Website sollte Ihr Unternehmen, das Team, die Arbeitsbedingungen, den Bewerbungsablauf und die offenen Stellen übersichtlich darstellen.
Wie ist die Arbeit in Ihrem Betrieb?
Arbeiten im Kfz-Betrieb Mustermann
Diesen Bereich besuchen interessierte Bewerbende, wenn sie mehr über Ihren Betrieb wissen wollen. Wie es ist bei Ihnen zu arbeiten, wo sie mehr über die Unternehmenskultur erfahren, welche Werte Sie als Betrieb vertreten.
Beschreiben Sie hier, was das Ziel Ihres Unternehmens ist. Warum es sich lohnt bei Ihnen zu arbeiten und was sie von anderen Betrieben unterscheidet.
Je transparenter Sie sich vorstellen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die interessierte Kandidatin oder der interessierte Kandidat zu Ihnen und Ihren Werten passt und sich bewirbt.
Für Schüler:innen sind andere Mitarbeitende und vor allem andere Azubis als Meinungsbildner wichtig. Stellen Sie daher das Team vor. Lassen Sie Azubis zu Wort kommen, die von ihren Erfahrungen berichten.
Seien Sie nahbar und offen
Sie können die Vorstellung Ihres Betriebes und Ihrer Mitarbeiter:innen mit Bildern und/oder Videos unterstützen. Dies ist vor allem für die Ansprache junger Menschen wertvoll. Mithilfe von kurzen Clips können Sie einen Einblick in Ihren Betrieb geben. Öffnen Sie virtuell die Tür zur Werkstatt, zum Lager, zum Verkauf etc., um offen zu zeigen, wie es ist bei Ihnen zu arbeiten.
Bieten Sie Schnupperpraktika, Girls´Day/Boys´Day, Tag der offenen Tür oder ähnliche Formate an, kommunizieren Sie sie auf Ihrer Karriereseite. Laden Sie Ihre User ein vorbeizukommen.
Vorteile klar kommunizieren
Zeigen Sie ebenfalls, welche Vorteile, auch Mitarbeiter-Benefits genannt, die Mitarbeiter:innen in Ihrem Unternehmen erwarten und verzichten Sie auf bekannte Floskeln. Lassen Sie Ihre Haltung und Ihre Werte sprechen. Es geht nicht darum, möglichst viele Benefits zu bieten. Es geht darum, das Angebot, was Sie anbieten, authentisch, glaubwürdig und werthaltig darzustellen.
Es macht durch aus Sinn, für Auszubildene eigene Angebote zu schaffen. Auszubildene sind noch nicht an 30 Tagen Urlaub interessiert. Besser ist es, den Tag an und nach einer Prüfung frei zugeben oder am Geburtstag Urlaub zu bekommen.
Beispiele: Azubis sprechen über Ihre Ausbildung
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Beispiele für gute Benefits für Auszubildene:
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Du hast 28 Tage Urlaub pro Jahr.
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Einen Extratag frei gibt es zum Geburtstag.
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Am „Nach den Prüfungen Tag“ darfst du auch ausschlafen.
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13. Ausbildungsgehalt
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Urban Sports Club, Wellpass
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Corporate Benefits (Preisnachlässe für Mitarbeitende auf verschiedene Produkte und Angebote)
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Deutschlandticket
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Essenszuschuss
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Azubievents
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Kostenübernahme des Führerscheins
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Job-Fahrrad
Stellenmarkt
Welche Stellen sind derzeit im Betrieb zu besetzen? Was sind die Anforderungen und Aufgaben? Das sind die essenziellen Fragen der Kandidat:innen.
Für Azubis hilft zudem Orientierung und Berufsfindung. Die Schüler:innen haben noch nie gearbeitet, vielleicht haben einige von Ihnen ein Praktikum absolviert. Aber im Kern, müssen Sie erst noch herausfinden, was sie mögen, was sie können, wo sie Talent haben und was sie interessiert.
Die Entscheidung für die erste Ausbildungsstelle ist eine Wichtige im jungen Leben der angehenden Azubis. Sie können mit einigen spielerischen Angeboten Orientierung geben und Vertrauen und Sicherheit aufbauen.
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Wenn Sie eine Ausbildungsstelle besetzt haben, nehmen Sie die Stelle sofort von der Seite. Ihr Stellenmarkt sollte immer gepflegt und aktuell sein. Sie können bei besetzten Azubistellen bereits auf das nächste Ausbildungsjahr verweisen. So zeigen Sie, dass Sie ein Ausbildungsbetrieb sind und dass es sich lohnt, wieder auf Ihre Seite zu gehen.
Zudem können Sie sich kostenlos im Betriebefinder auf www.wasmitautos.com registrieren. Dann wird Ihr Betrieb auch in der zentralen Datenbank für Kfz-Ausbildungsbetriebe geführt und interessierte Schüler:innen finden sie darüber. Sie verschaffen sich über dieses etablierte Portal des Zentralverbands noch einen wichtigen Kontaktpunkt zu jungen Talenten.
Einfach hier klicken: https://www.wasmitautos.com/betriebefinder/ oder direkt registrieren: https://www.wasmitautos.com/betriebeformular
Neben der Veröffentlichung der allgemeinen Ausbildungsstelle hilft es, weiterführende Informationen zu dem Berufsbild und der Ausbildung als solche anzubieten.
Diese Informationen gibt es bei Verbänden und Ausbildungsplattformen – auch bei der Initiative AutoBerufe, www.autoberufe.de – in der Regel bereits.
Daher müssen Sie diese Informationen gar nicht selbst auf ihre Website bringen, sondern können auf www.wasmitautos.com verlinken.
So bieten Sie den Inhalt an, der extra für Schülerinnen und Schüler entwickelt wurde, ohne ihn selbst aktiv pflegen zu müssen. Und im Google-Ranking bringt sie das auch nach vorne.

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Wenn Sie ein kleiner Betrieb mit weniger als 10 Stellen sind, dann brauchen Sie keine Filterfunktion oder Kategorisierung. Zeigen Sie einfach alle Stellen, die sie offerieren.
Als mittelgroßer Betrieb mit mehr als zehn, aber weniger als hundert zu vergebenen Stellen, macht eine Filterfunktion definitiv Sinn.
Nach Einsatzgebiet filtern:
- Werkstatt
- Verwaltung
- Verkauf
- etc.
oder nach Karrierelevel
- Ausbildung
- Trainees
- Experte
- Führungskräfte
Und wenn es mehrere Standorte gibt, können auch diese als Filtermöglichkeit dienen.
Bei einem großen Unternehmen mit mehr als 100 zu besetzenden Stellen machen Landingpages und diverse Filter Sinn, um den Interessenten schnellstmöglich zum richtigen Bereich zu lotsen.
Bewerbungsbereich
Sie haben es geschafft. Sie haben bei einem potenziellen Azubi Interesse ausgelöst und sie oder er möchte sich gerne auf eine Ausbildungsstelle bewerben.
In dem Bewerbungsbereich können Sie ein Bewerbermanagementsystem über eine Schnittstelle integrieren. Sie können aber auch ein einfaches Bewerbungsformular anbieten. Oder sogar eine E-Mail oder WhatsApp Bewerbung anbieten.
Egal, welche technischen Möglichkeiten Sie anbieten, informieren Sie die Bewerber:innen, wie die Bewerbung eingereicht werden soll.
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Welche Dokumente erwarten Sie: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse
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Welche Dateigröße kann gesendet werden?
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Wie viele Dateien möchten Sie erhalten?
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Können Interessenten auch Initiativbewerbungen senden?
Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie im Bewerbungsbereich zudem diese wichtigen Informationen vorhalten:
Checkliste
- Informationen zum Betrieb anbieten
- Arbeitskultur/Werte beschreiben
- Das Team vorstellen
- Vorteile (Benefits) beschreiben
- Veröffentlichung der Ausbildungsstelle
- weiterführende Informationen zu dem Berufsbild und der Ausbildung als solche anbieten – auch über Verlinkung auf www.wasmitautos.com
- Ab 10 Stellen, über sinnvolle Filterfunktionen nachdenken
- Ab 30 Stellen, über zielgruppenspezifische Landingpages nachdenken
- Informationen zum Bewerbungsprozess
- Ansprechpartner:in nennen
- Bewerbungsmöglichkeit (Formular, E-Mail, WhatsApp) und Dokumente benennen
- Datenspeicherung anbieten
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Grundsätzlich sind folgende Dinge zu beachten:
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Die Karriereseite muss übersichtlich und klar strukturiert sein. Ein Portrait zum Betrieb, also zum Arbeitgeber, offene Stellen inkl. Praktika und Ausbildungen, als auch die Möglichkeit sich zu bewerben müssen leicht zu finden sein.
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Der Stellenbereich muss aktuell sein. Veraltete oder abgelaufene Stellenanzeigen haben hier nichts mehr zu suchen.
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Informationen zur Unternehmenskultur, den Benefits und Entwicklungsmöglichkeiten sollten aussagekräftig und authentisch abgebildet werden (Arbeitgeberidentität).
Das technische Grundgerüst einer Website/Karriereseite
Schauen wir nun auf die wichtigsten technischen Fragestellungen.
Wir gehen davon aus, dass Sie bereits eine Unternehmenswebsite haben. Diese nutzt ein bestimmtes CMS (Content Management System), damit Texte, Bilder, Videos auf Ihrer Website veröffentlicht werden können.
Hier eine Auswahl der beliebtesten CMS:
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WordPress
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Joomla!
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Drupal
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Contao
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Jimdo
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Wix
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= Open Source CMS (keine Lizenzkosten)
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= Website-Baukasten mit monatlichen Kosten
Sie können die Karriereseite selbstverständlich auf dem gleichen CMS laufen lassen, wie Ihre Website. Für die digitale und einfache Verwaltung aller Bewerbungen lohnt es sich auch für kleine Unternehmen, sich mit Bewerbermanagementsystemen auseinander zu setzen.
Im Fokus des Bewerbermanagements stehen die Verwaltung von Bewerberdokumenten, die Kommunikation mit Bewerbern und interne Abstimmungsprozesse. Ein professionelles Bewerbermanagement deckt somit alle Prozesse rund um den Bewerber ab.
Auch hier gibt es einige technische Lösungen, hier nennen wir nur einige:
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Heyrecruit
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Kenjo
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Personio
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Recruitee
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Softgarden
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Talentstorm
Bei technischen Entscheidungen können Sie einen Dienstleister Ihrer Wahl involvieren.
Suchmaschinenoptimierung für Karriereseiten
Eine suchmaschinenfreundliche Karriereseite ist entscheidend, um qualifizierte Bewerber:innen zu gewinnen und die Sichtbarkeit Ihres Betriebes im Internet zu erhöhen.
Hier sind einige Tipps, wie Ihre Karriereseite für Suchmaschinen (wie Google aber auch KI-Suchmaschinen wie Perplexity) aufzubauen ist:
Keyword-Optimierung
- Relevante Keywords: Finden Sie heraus, welche Begriffe potenzielle Bewerber:innen verwenden, wenn sie nach Jobs suchen und integrieren Sie diese Keywords in den Seitentitel, Überschriften (H1, H2) und den Textinhalt.
- Stellenanzeigen optimieren: Verwenden Sie spezifische Jobtitel und Beschreibungen, die gängige Suchbegriffe beinhalten.
Die richtigen Suchwörter finden
Es gibt mehrere Methoden und Tools, mit denen Sie relevante Keywords für Ihre Karriereseite recherchieren können.
Mobile Optimierung
- Responsives Design ist heute ein Muss. Stellen Sie sicher, dass die Karriereseite auf mobilen Geräten genauso gut funktioniert wie auf dem Desktop. Google bevorzugt mobilfreundliche Seiten und viele Bewerbende nutzen mobile Geräte.
Ladezeiten minimieren
- Optimieren Sie Bilder, minimieren Sie CSS und JavaScript und verwenden Sie Caching-Techniken, um die Ladezeit der Seite zu verbessern. Google berücksichtigt die Ladegeschwindigkeit als Ranking-Faktor.
Tipp: Jetzt Ladezeit kostenlos testen unter https://pagespeed.web.dev/
Hochwertiger Inhalt
- Vermeiden Sie es, generische Stellenbeschreibungen von anderen Seiten zu kopieren. Schreiben Sie individuelle, ansprechende und detaillierte Stellenbeschreibungen, die sowohl den Job als auch Ihr Unternehmen attraktiv darstellen.
- Beschreiben Sie Ihre Unternehmenskultur und die Vorteile für Mitarbeitende ausführlich, um Bewerber:innen anzuziehen und zugleich relevante Keywords zu integrieren.
Interne Verlinkung
- Verlinken Sie Ihre Karriereseite auf relevante interne Seiten wie die "Über uns"-Seite, Blogposts oder andere relevante Inhalte. Dies hilft Suchmaschinen, den Zusammenhang zwischen Ihren Seiten zu verstehen.
Bewerbungsformulare und Datenbanken
- Integrieren Sie benutzerfreundliche Bewerbungsformulare, die es den Bewerbenden ermöglichen, ihre Daten direkt über die Karriereseite einzureichen. Formulare können mit Feldern für Lebensläufe, Anschreiben und Kontaktinformationen ausgestattet werden.
- Die Bewerberdaten sollten in einer sicheren Datenbank gespeichert werden, die leicht zugänglich ist, um Bewerbungen zu verwalten und zu filtern. Einige CMS-Plattformen bieten Plugins für Bewerber-Tracking-Systeme (ATS) an, die den Prozess vereinfachen.
Suchfunktion und Filter (für umfangreicheren Stellenportalen)
- Implementieren Sie eine Suchfunktion, die es Nutzern ermöglicht, nach bestimmten Jobs, Standorten oder Abteilungen zu suchen.
- Bieten Sie zudem Filtermöglichkeiten, damit Bewerber:innen die Ergebnisse nach Relevanz, Einstiegslevel oder Standort eingrenzen können.
Sicherheitszertifikate (SSL)
- Eine sichere Verbindung (https://) ist nicht nur für die Sicherheit der Nutzer wichtig, sondern wird auch von Google als Ranking-Faktor berücksichtigt.
Social Media Integration
- Ermöglichen Sie es Nutzern, Stellenanzeigen leicht auf Social Media zu teilen, um die Reichweite Ihrer Seite zu erhöhen. Integrieren Sie Social Sharing Buttons.
Optimierte Meta-Tags
- Titel- und Meta-Beschreibungen: Jede Seite sollte einen einzigartigen Titel und eine Meta-Beschreibung haben, die relevante Keywords enthalten und zum Klicken anregen.
Bewerbungsprozess vereinfachen
- Kurzer Bewerbungsprozess: Ein einfacher und schneller Bewerbungsprozess verbessert nicht nur die Nutzererfahrung, sondern kann auch die Conversion-Rate erhöhen.
- iFrame-Einbindungen sollten vermieden werden, da diese Ihre Karriereseite für Google unsichtbar machen. So erscheint Ihre Stelle auch nicht bei Google for Jobs.
Analytics und Monitoring
- Verwenden Sie Tools wie Google Analytics, um den Traffic auf der Karriereseite zu überwachen und Google Search Console, um SEO-Probleme zu identifizieren und zu beheben.
- Setzen Sie Conversion-Tracking ein, um zu sehen, wie viele Besucher sich tatsächlich auf eine Stelle bewerben. Dies hilft, den Erfolg der Karriereseite zu messen und zu optimieren.
Compliance und Datenschutz
- DSGVO-Konformität ist wichtig. Achten Sie darauf, dass die Seite alle rechtlichen Anforderungen erfüllt, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz. Bewerberdaten müssen sicher gespeichert und verarbeitet werden.
- Eine gut sichtbare und verständliche Datenschutzrichtlinie sollte auf der Karriereseite vorhanden sein, die erklärt, wie die Daten der Bewerber:innen verarbeitet werden.
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Methoden und Tools zur Keywordsuche
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Google Keyword Planner
- Ein kostenloses Tool von Google Ads, das dabei hilft, Keywords zu recherchieren und deren Suchvolumen sowie den Wettbewerb zu analysieren.
- Sie können spezifische Jobtitel, Branchenbegriffe oder standortbezogene Keywords eingeben, um Ideen zu sammeln und herauszufinden, welche Begriffe von potenziellen Bewerbenden häufig gesucht werden.
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Google Suggest und Related Searches
- Wenn Sie in Google nach einem Begriff suchen, zeigt die Autovervollständigung (Google Suggest) häufig gesuchte Keywords an. Am Ende der Suchergebnisseite finden Sie auch verwandte Suchanfragen.
- Geben Sie Jobtitel oder relevante Begriffe in die Google-Suchleiste ein und notieren Sie sich die Vorschläge. Diese geben einen Einblick, welche Begriffe Bewerberbende möglicherweise verwenden.
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Google Trends
- Ein Tool, das Ihnen zeigt, wie sich das Suchvolumen von Keywords über die Zeit entwickelt hat und in welchen Regionen sie besonders häufig gesucht werden.
- Sie können Trends erkennen und saisonale Schwankungen berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Karriereseite immer aktuell bleibt.
Google for Jobs ist das mittlerweile weltgrößte Stellenportal von Google.
Google durchsucht alle Webseiten – auch ihre – und alle Stellenportale und nimmt die dort veröffentlichten Stellenanzeigen in die eigene Job-Suchmaske auf.
Das Schöne für Sie: Es ist komplett kostenlos!
